Mineralerde – Pulver richtig aufbewahren

Mineralerde LagerungDie Aufbewahrung von Mineralerde ist grundsätzlich problemlos möglich, solange Sie dabei einige Hinweise beachten. Generell sollten Sie bei der Aufbewahrung von Mineralerde immer im Hinterkopf behalten, dass diese sich besonders durch Ihre absorbierende Wirkung auszeichnet. Das heißt, dass Mineralerde immer die Absicht hat, Stoffe aus der Umgebung in sich aufzunehmen und zu binden. Neben Feuchtigkeit zählt hierzu auch Geruch. Möchten Sie Ihr Mineralerde-Pulver also so lagern, dass Sie möglichst lange von den positiven Eigenschaften profitieren, sollten Sie dieses in einem gut verschließbaren Tiegel lagern. Am besten eignet sich hierfür ein Schraubtiegel aus Glas. Besonders lange haltbar ist Mineralerde also bei trockener und geruchsneutraler Lagerung.

 

Mineralerde – Paste richtig aufbewahren

Auch bereits angemischten Erdbrei, welcher von einer Anwendung mit Mineralerde übrig ist, kann über mehrere Tage hinweg aufbewahrt werden. Durch die hohe Fähigkeit zur Adsorption ist die sachgemäße Aufbewahrung von Mineralerde-Paste jedoch ebenfalls von entscheidender Bedeutung, da eine falsche Lagerung die Wirkung der Erde reduzieren oder gar negativ beeinflussen kann. Hier haben wir einmal für Sie die wichtigsten Hinweise zur Aufbewahrung von Mineralerde zusammengestellt.

1. Nutzen Sie keine synthetischen Materialien, um die Mineralerde aufzubewahren oder abzudecken. Frischhaltefolie oder ähnliches ist nicht geeignet, denn die Kunststoffe und Weichmacher in der Folie können während der Aufbewahrung leicht von der Mineralerde aufgenommen werden.

2. Das Gefäß, in welchem Sie die Mineralerde-Paste aufbewahren, sollte ebenfalls nicht aus Kunststoff oder Metall bestehen, da sonst eine unerwünschte chemische Reaktion möglich sein kann. Verwenden Sie statt dessen Glas, Porzellan, Emaille, Steingut oder Holz. Ideal und leicht zu beschaffen, ist ein einfaches Schraubglas. In diesem kann die Heilerde noch ausreichend atmen, ist aber vor äußeren Einflüssen geschützt.

3. Die Umgebung sollte bei der Aufbewahrung von Mineralerde frei von Gerüchen, Wasser- oder Ammoniakdampf sowie frei von Säuren sein. Durch die hohe Fähigkeit zur Adsorption, sprich, das Aufnehmen von Stoffen aus der Umwelt, würde die Mineralerde bei der Aufbewahrung an solchen Orten sonst die entsprechenden Säuren, Dämpfe etc. buchstäblich „aufsaugen“ und speichern. In einem solchen Zustand sollte keine Heilerde auf Ihre Haut aufgetragen werden, da ebendiese Stoffe letztlich von Ihrer Haut aufgenommen werden könnten.

5. Das Aufbewahren der Mineralerde kann sowohl bei Raumtemperatur, aber auch im Kühlschrank erfolgen. Im Kühlschrank ist der Erdbrei am längsten haltbar und kann über mehrere Tage verwendet werden. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen.

6. Haben Sie das Gefühl, der Erdbrei wird während der Aufbewahrung trocken, können Sie der Mineralerde einfach wieder etwas Wasser hinzufügen. So bleibt die Paste streichfähig.

7. Sie brauchen während der Aufbewahrung nicht immer wieder in dem Erdbrei herumrühren. Am besten ist, Sie lassen die Heilerde einfach ruhen – auch, wenn Sie zwischendurch Wasser hinzufügen. Es genügt, wenn Sie direkt vor der Anwendung einmal rühren, sollte sich der Brei nicht von allein vermischt haben.

Wie oft kann man die Mineralerde-Paste nach der Aufbewahrung verwenden?

Um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen, sollten Sie bei der Herstellung des Erdbreis mit Mineralerde nur so viel aufbewahren, dass es für einige Tage der Anwendung reicht. Zu lange sollte die Heilerde nicht aufgehoben werden, damit nichts von der positiven Wirkung verloren geht. Einmal angerührt, kann die Erde im Kühlschrank etwa 3-4 Tage verwendet werden.
Wichtig: Einmal benutzte Mineralerde sollten Sie niemals erneut gebrauchen.1, 2

 

1Gabriele Zimmermann: Heilerde für ein gesundes Leben, Herbig Verlag, 2010, S.51-53

2Hans Iron: Drogisten Lexikon – Ein Lehr- und Nachschlagebuch für Drogisten und verwandte Berufe, Chemotechniker, Laboranten, Großhandel und Industrie, Zweiter Band, Springer Verlag, 1955, S. 571